Herzlich Willkommen in der Sardonahütte SAC auf 2158 m           

                    Wandern und Bergsteigen rund um den Piz Sardona

 

noch 20 Minuten bis zur Sardonahütte, am Wanderweg der schöne Wasserfall







Die Sage vom

Sardonagletscher





 Wo jetzt der Sardonagletscher seine ungeheuren Eismassen ausbreitet, blühte und grünte einst die herrlichste Alp weit und breit. Der Senn, der Sohn einer Witwe von Elm, war stolz auf diese, pochte auf seinen Reichtum und baute eine neue Sennhütte.

Er hatte eine Geliebte, mit welcher er ein gottloses Leben führte, Einst kam das alte Mütterchen wieder herauf zu seinem Sohne. Sonst war es immer freundlich aufgenommen worden, und jedesmal kehrte es, beladen mit Butter und Käse, freudig nach Hause zurück; aber jetzt hatte Kathrin den Sohn verführt, und die Liebe zur Mutter hatte aufgehört.

Nach einem kärglichen Mahle schickte er die Mutter heim. Als der Senn seine Geliebte von weitem kommen sah, baute er ihr, damit sie die Schuhe nicht beschmutze, aus den schönsten Käsen eine Treppe bis zur Sennhütte,

Das alte Mütterchen, daheim angekommen, sah, wie schändlich es vom Sohne betrogen worden. Der Senn hatte ihm den Korb mit Mist gefüllt und diesen nur oben mit etwas Butter und Käse belegt.

Da sprach es, in seinem Herzen tief  empört, den Fluch aus, daß Schnee und Eis die Alp und ihren Sohn samt der Dirne auf ewige Zeilen bedecken mögen.

 Der Fluch ging in Erfüllung. Hochgewitter brachen in den Gebirgen los. Kathrin und der Senn kamen jämmerlich um, und die Alp liegt nun unter ewigem Schnee und Eis. Vom Gletscher her hört man oft den Ruf:

 "Ich und mi Vieh Und mi Hündli Parvi
Und mi Schätzli Kathri
Müssen ewig unterm Gletscher si!"
  
N. Senn, Chronik.

  ***Jakob Kuoni, St. Gallen

Ob der Schnee "ewig hält", ist nicht mehr so sicher. Für die Besteigung des Piz Sardona sind es gerade noch 5 Minuten über den Gletscher. Über den Sardonagletscher nach Flims sind es nur noch 400 m. Seit 2017 kann man sogar ohne Schneefeld über den Sardonapass nach Flims laufen.